Die Abgrenzung

Angesichts der „KI-Bedrohung“ suchen wir händeringend nach unserem neuen USP im Büro. Während Algorithmen die Arbeit erledigen, bleibt uns scheinbar nur noch das „Menschliche“ als letzte Bastion. Der Cartoon karikiert diesen verzweifelten Rückzug: Wir halten Meetings nicht mehr für Ergebnisse, sondern als Maßnahme gegen die eigene Obsoleszenz – Hauptsache, wir grenzen uns ab.

Hintergrund: Was hier satirisch überspitzt wird, folgt dem Konzept der „Feeling Economy“ (California Management Review). Wenn KI das Denken übernimmt, wird das Soziale zur primären Wertschöpfung des Menschen.
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Karikatur: Die Abgrenzung - Im Meeting. Mensch Vs. KI
Zukunft der Arbeit? Wenn das „Wir-Gefühl“ im Meeting zum einzigen USP gegen die Künstliche Intelligenz wird.

Siehe hierzu:
Soft Skills retten

Empathische Führung mit Emotionaler KI

Emotionale Künstliche Intelligenz (Emotion AI) erkennt Stimmungen, analysiert Gesichter und Stimmen und verspricht mehr Empathie in der Führung. Doch bleibt echte Führungsstärke am Ende nicht doch eine Frage der Persönlichkeit?

KI liefert spannende Einblicke und kann Führungskräfte sensibilisieren. Aber echte Empathie entsteht nicht durch Algorithmen, sondern durch echtes Zuhören, Erfahrung und Menschlichkeit.

Fazit:
Emotion AI ist ein hilfreiches Tool – aber Empathie bleibt ein menschlicher Faktor.

Karikatur über Empathische Führung mit Emotionaler Künstlicher Intelligenz (Emotion AI): Kann KI echte Empathie ersetzen?
KI-Empathie: Eine Führungskraft nutzt Daten, um empathischer zu wirken.

Passend dazu: Der KI-Chef – wenn Künstliche Intelligenz gleich die komplette Führung übernimmt

Die Extraktionsmaschine

Künstliche Intelligenz entsteht nicht aus dem Nichts.
Sie fußt auf drei tragenden Säulen: der massenhaften Sammlung von Daten, der unsichtbaren Arbeit zahlloser Menschen – oft unter prekären Bedingungen – und der Ausbeutung enormer materieller Ressourcen.

Häufig wird sie mit magischen oder wundersamen Eigenschaften versehen, als handle es sich um eine körperlose Intelligenz. Hinter der glatten Oberfläche von „intelligenten“ Anwendungen verbirgt sich ein globales Netz aus Überwachung, menschlicher Klickarbeit, Energieverbrauch und Ressourcenabbau.
Vgl. Kate Crawford (2021): Atlas of AI. Yale University Press. Siehe auch Crawford & Joler (2018): Anatomy of an AI System.

Illustration zur künstlichen Intelligenz: Daten, menschliche Arbeit und materielle Ressourcen als Grundlagen der KI, satirisch dargestellt.
Künstliche Intelligenz beruht auf Daten, menschlicher Arbeit und materiellen Ressourcen.

Datenhorten bremst KI – Die Einführung von KI ist ein Kulturprojekt!

Unternehmen stehen bei KI-Einführungen oft vor kulturellen Hürden:
Wenn Mitarbeitende Akzeptanzprobleme haben, horten sie Daten statt sie zu teilen. Das führt dazu, dass KI-Systeme kaum oder gar nichts lernen und ihre Wirkung verfehlen. Der wahre Engpass liegt also weniger in der Technologie sondern im Vertrauen und einer offenen Datenkultur – nur wenn Informationen frei fließen, kann KI ihr wahres Potential entfalten.

Karikatur über die Gefahr des Datenhorten. Es ist wichtig Daten zu teilen. Nur so kann die KI was lernen und helfen.
Gefahr von Datenhorten

Siehe auch:
Digitalisierung – Mehr als nur Technik
Transformation & Widerstand

Wer macht die KI wirklich schlau? Die unsichtbare Arbeit der Datenannotatoren

Künstliche Intelligenz wirkt sauber, smart und autonom.
Doch hinter der glatten Oberfläche arbeiten Millionen Menschen im Verborgenen – als Datenannotator:innen.
Ausgelagert, schlecht bezahlt, psychisch belastet.
Sie klassifizieren Bilder, bewerten Texte, filtern Gewalt.
Ohne sie könnten Maschinen nichts erkennen, nichts verstehen, nichts leisten.

Illustration zeigt, woher die KI wirklich ihre Intelligenz bezieht. Aus der unsichtbaren Arbeit Millionen von Menschen - den Datenannotator:innen
Woher hat die KI ihr Wissen?

Siehe auch:
KI – Die Extraktionsmaschine